Langenbuch

Information
Geografische Höhenlage: 460-490 m ü. NN
Erste urkundliche Erwähnung: 1378 
Einwohnerzahl (Stand: 31.12.2024): 246
Fläche: 1,15 km²

Ortsteilbürgermeister
Marcus Fiedler

Sehenswertes

Idyllische Teichlandschaft und reizvolle Wander- und Radwege bis zum Lössauer Stausee. Die Gemarkung des Ortes Langenbuch ist meist von Wald umgeben.

Geographie

Die Gemarkung von Langenbuch ist überwiegend von Wald umgeben und liegt im Osten des Saale-Orla-Kreises an der Landesgrenze zu Sachsen. Der Ort gliedert sich in den Hauptort, der sich östlich der Wisenta befindet, und die Siedlung Waldhäuser mit dem Bahnhaltepunkt, die westlich des Bachs am Rand des Schleizer Walds liegt. In das Gebiet von Langenbuch ragt die von der Wisenta gespeiste Talsperre Lössau hinein. Langenbuch gehört zum thüringischen Teil des Vogtlands, wobei bis 1952 nur die Waldhäuser mit dem Bahnhof diesem zugeordnet waren. Früher bildete die Wisenta die Grenze zum sächsischen Teil des historischen Vogtlands, dem einst der Hauptort Langenbuch am östlichen Ufer des Bachs angehörte.

Geschichtlicher Abriss

Am 6. Juni 1377 wurde ein langer Streit zwischen den Markgrafen von Meißen und den Vögten von Gera um das "Ketener holcz", dem heutigen Köthenwald zwischen Thierbach und Weckersdorf, entschieden. In diesem Rechtsinstrument wurde "Langinbuch" erstmals urkundlich erwähnt.

1378 erscheint es als "Langinbuch villa", also als das Dorf Langenbuch. Wahrscheinlich leitet sich der Ortsnamen von "das Buch", also der lange Buchenwald ab. Sehr eng war das Dorf mit dem benachbarten Mühltroff verbunden. 1398 musste ein "Conrat Strengel zu Langenpuch" vor dem Pfarrer, dem herrschaftlichen Vogt von Mühltroff und vor Zeugen aus dem Dorf und aus Ranspach das Versprechen abgeben, einen besseren Lebenswandel zu führen und der Kirche eine Schenkung zu machen. Worin seine Verfehlung bestand, blieb allerdings offen. Das können wir nur noch unserer Phantasie überlassen.

1404 forderten die Langenbucher von ihrem Pfarrer die Einhaltung seiner Pflichten ein. 1499, 1523 und 1545 setzten sie sich mit dem Mühltroffer Ritteradel auseinander. Die Langenbucher scheinen also sehr selbstbewusst und konfrontationsfreudig gewesen zu sein. 1414 bestätigten die Markgrafen von Meißen als Oberlehensherren das Recht, Bier, Wein und Met zu schenken. Das waren Privilegien, die zu jener Zeit nur Städten und Marktgemeinden vorbehalten waren. Gleichfalls sind für Langenbuch 1398 „Vierleute“ bezeugt, was auf die Entwicklung des Dorfes zu einem Marktflecken mit dem Vorläufer eines Rates schließen lässt.

Langenbuch gehörte bis ins 19. Jahrhundert zum kursächsischen Amt Plauen und ab 1875 zur Amtshauptmannschaft Plauen. 1952 wurde der Ort dem Kreis Schleiz angegliedert.

Eingemeindung nach Schleiz

1965 vereinten sich Langenbuch und Dröswein und 1994 wurden beide Orte in die Stadt Schleiz eingemeindet.