Grußwort des Bürgermeisters zum neuen Jahr

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Stadt Schleiz und der Ortsteile Dröswein, Gräfenwarth, Grochwitz, Langenbuch, Lössau, Möschlitz, Oberböhmsdorf, Oschitz und Wüstendittersdorf!

was ist das für ein Jahr, dieses 2020? Alle Vorhersagen und Planungen für dieses Jahr sind nur noch Schall und Rauch, nachdem im Februar ein gewisses Virus „Sars-CoV-2“, besser bekannt als „Corona“ aus China zu uns herüberschwappte und dieses Jahr maßgeblich beeinflusste.                                                         

Nach den ersten Meldungen über das Virus in China, habe ich mir noch keine weiteren Gedanken gemacht. Das änderte sich, als es plötzlich und vermehrt in Italien auftrat. Skifahrer und Urlauber brachten es dann mit nach Deutschland und es dauerte nicht mehr lange, bis wir im Saale-Orla-Kreis die ersten Fälle hatten. Was dann kam, war der erste Lockdown verbunden mit einem Stillstand in der Wirtschaft und Gesellschaft. Der erste Lockdown war richtig und notwendig, doch er hat gezeigt wie wenig wir auf dieses Ereignis vorbereitet waren. Die Hamsterkäufe von vermeintlich banalen Dingen, wie Toilettenpapier, Hefe und haltbaren Lebensmitteln waren für alle spürbar. Aber das in Deutschland gewisse Medikamente nicht mehr hergestellt werden und dass wir so auf einen Mangel zusteuerten, wussten die wenigsten. Nach der Abschwächung des Virus im Sommer, stiegen die Zahlen wie erwartet im Herbst wieder deutlich an. Im November soweit, dass neue einschneidende Maßnahmen beschlossen wurden. Das Virus war wieder allgegenwärtig; einzelne Supermärkte mussten schließen und fast jeder hatte in seinem Bekannten- und Familienkreis Coronainfizierte. Da es auch meine Familie getroffen hat, schreibe ich diese Zeilen aus meiner Quarantäne und bin dankbar, dass Corona mich bisher verschont hat. 

Doch was sind meine zwei Wochen Quarantäne gegenüber dem wirtschaftlichen Einbruch und deren Folgen. Plötzlich befinden sich viele Bürger in Kurzarbeit und wissen nicht ob ihr Arbeitsplatz erhalten bleibt. Gastronomen, Veranstalter, Künstler und Einzelhändler (um nur einige zu nennen) durchleben eine harte Zeit und stehen vor einer ungewissen Zukunft. Stehen wir zusammen und helfen ! Nutzen Sie den Abholservice unserer Gastronomen und verzichten Sie dieses Jahr auf den Interneteinkauf. Nehmen Sie Ihre Kinder, oder Ihre Enkel und gehen in die Schleizer Innenstadt. Gehen Sie beispielsweise in die WEKA, besuchen Sie die Spiel- und Haushaltswaren Fichtelmann, Radio und Fernseher Thrum, die Buchhandlung am Neumarkt, die Innerstädtischen Elektro- und Fotogeschäfte sowie unsere Apotheken oder schauen sich auf dem Wochenmarkt um. Sie werden über das reichhaltige Angebot überrascht sein und bestimmt für Weihnachten fündig werden. Kaufen und verschenken Sie den „Schleiz Einkaufsgutschein“ den es unter anderem in der Stadtinformation in der Alten Münze zu kaufen gibt.

Trotz aller Schwierigkeiten war 2020 für die Stadt Schleiz kein unerfolgreiches Jahr. Es gab eine weitere Ansiedlung im Industriegebiet Wolfsgalgen, weitere Grundstücke wurden an Investoren verkauft und ein Baubeginn in 2021 in Aussicht gestellt. Viele Baumaßnahmen konnten durchgeführt werden von denen die Bürger der Kernstadt wie auch der Ortsteile profitieren können. Ein neuer Rad-und Wanderweg erweitert das touristische Angebot in Gräfenwarth. Zusätzliche Grundstücke im Bereich des Heinrichrichsruher Park wurden gekauft, weitere stehen in Aussicht. Gemeinsam mit dem Landkreis wurden dieses Jahr weitere unterversorgte Gebiete in den Schleizer Ortsteilen mit Breitband erschlossen. Die Erschließung des Wohngebietes Oschitzer Straße wird im nächsten Jahr erfolgen und somit den Bauwilligen die Möglichkeit geben, ihr neues Haus in Schleiz zu errichten. Dieses Wohngebiet wird für uns ein Meilenstein damit Schleiz zu einer attraktiven Wohnstadt wird und jungen Familien eine Zukunft bieten kann. Für ein künftiges Kinder- und Jugendfreizeitzentrum mit Pumptrack, gelang uns im Herbst der Ankauf des ehemaligen Fristo-Getränkemarktes mit zusätzlichen Freiflächen. Die Kameraden der Schleizer Feuerwehr hatten dieses Jahr wieder eine Vielzahl von Einsätzen und zeigten einmal mehr ihr Engagement und ihre Schlagkraft. Damit das auch zukünftig so bleibt, investierte die Stadt Schleiz und die Bundesrepublik Deutschland in zwei neue Löschgruppenfahrzeuge.   

In zwei Parkanlagen ist neues Leben eingezogen. Der kleine, namenlose Park hinter der Star Tankstelle wurde aufgehübscht und im E.-Thälmann-Park hat sich ein neuer Sommerbiergarten wunderbar etabliert. Mit seinem Kaffee am Saaleturm in Burgk hat der gleiche Betreiber auch für unsere touristischen Gäste ein neues gastronomisches Angebot geschaffen.

Doch es gibt auch dunkle Wolken die uns beschäftigen. So fand in diesem Jahr mit Ausnahme der SuperMoto keine Rennveranstaltung auf dem Schleizer Dreieck statt. Keine Veranstaltungen bedeuten auch keine Einnahmen für die Betreibergesellschaft und die Motorsportclubs. Glücklicherweise ist die Betreibergesellschaft wieder so gefestigt, dass wir dieses schwierige Jahr überstanden haben. Aber 2021 brauchen wir dringend Veranstaltungen, sonst wird es dunkel am „Dreieck“. Hoffnung haben wir in eine Investorengemeinschaft die ein E-Mobility Testzentrum an der „Querspange“ errichten möchte. Meine Verwaltung arbeitet und verhandelt mit großen Engagement an dieser Ansiedlung, die eine enorme Komplexität beinhaltet. Dabei sehen wir es als unsere schwierigste Aufgabe, dass neue Testzentrum im Bereich der Querspange genehmigungsfähig zu bekommen und mit den traditionellen Rennen auf dem Schleizer Dreieck zu vereinbaren.

Ein anderer Brennpunkt der uns bereits seit einem Jahr beschäftigt, ist unser Krankenhaus und die damit verbundene Hoffnung auf die Fortführung der medizinischen Grund- und Regelversorgung. Trotz vieler Gespräche ist es für mich schwer einen alleinigen Schuldigen für die entstandenen Schieflage auszumachen. Natürlich fällt in Presse und Volksmund schnell der Name des Krankenhauseigentümers und des Geschäftsführers. Dort wiederum verweist man gern auf die gesetzlichen Vorgaben zum Betreiben eines Krankenhauses, die es den kleinen Krankenhäusern nicht leicht machen. Auch die Krankenkassen sollte man nicht verschont lassen, die im Hintergrund gern als „graue Eminenz“ agieren und an dieser Entwicklung sicherlich einen Anteil haben. Dennoch liegt es allein an der Geschäftsführung, verlorenes Vertrauen vom Bürger und vom Personal zurück zu erhalten. Die jüngsten Entwicklungen zeigen, dass es bis dahin noch ein langer Weg ist. Hoffnung geben mir die Aussagen aller Protagonisten das Krankenhaus erhalten zu wollen und insbesondere die Aussage der zuständigen Staatssekretärin, das dass Krankenhaus Schleiz aufgrund seiner Lage auf jeden Fall erhalten und gestärkt werden soll. Dieses umzusetzen obliegt jetzt der Geschäftsführung. Deshalb muss auch vordergründig unsere Botschaft lauten:     

Wir Schleizer stehen zu unserem Krankenhaus und zu unserem Krankenhauspersonal. Das Schleizer Krankenhaus hat eine Zukunft!

Dafür kämpft von Beginn an unser überaus engagierter Arbeitskreis. Mit enormen Zeitaufwand, wiederkehrenden Aktionen und Aufrufen an die Schleizer stehen die Frauen und Männer an der Seite von  Hartmut Jacobi in einzigartiger Weise dem Krankenhaus und dem Krankenhauspersonal bei. Herzlichen Dank dafür ! Bei soviel Einsatz kann es nur eine gute Zukunft für das Schleizer Krankenhaus geben.

Jetzt steht die Weihnachtszeit vor der Tür, eine Zeit die für uns eine besondere Bedeutung hat. Für die meisten von uns ist es das wichtigste und schönste Fest des Jahres, auch wenn es dieses Jahr aufgrund der Einschränkungen vielerorts anders ablaufen wird als gewohnt. Eine Zeit zum Durchatmen sollte es sein und das wünsche ich Ihnen. Abschalten vom Jahresstress, von den unzähligen Meldungen über immer neue Coronafälle und Regelungen. Schützen Sie sich in ihren Familien intelligent vor dem Virus. Den Erkrankten wünsche ich gute Besserung und sehr viel Zuversicht.

Das Weihnachtsfest und den Jahreswechsel möchte ich auch zum Anlass nehmen, um all denen zu danken, die sich dieses Jahr besonders für die Gesellschaft eingebracht haben.

Ein besonderer Dank gilt in diesen Tagen unseren Bürgern, die nicht im Kreise von Familie oder Freunden Weihnachten feiern, sondern ihre Zeit und Arbeitskraft in den Dienst der Allgemeinheit stellen, bei der Feuerwehr, der Polizei, im Rettungsdienst, in den nahegelegenen Krankenhäusern und in sozialen Einrichtungen. Nicht zuletzt danke ich den Mitgliedern des Stadtrates, der Ortsteilräte, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung recht herzlich für die gute Zusammenarbeit in diesem Jahr.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien besinnliche Weihnachtsfeiertage, einen guten Rutsch und für das kommende Jahr 2021 viel Gesundheit und Glück.

Ihr Marko Bias
Bürgermeister

 

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